Sonntag - Mit dem GEOCOM Developer Network (GDN) hat GEOCOM eine Plattform für Entwickler geschaffen welche selber Fachapplikationen aufbauen und einsetzen wollen. ESRI bietet für ArcObjects-Entwickler das ESRI Developer Network (EDN) an. Wir hatten Gelegenheit,  Jim Barry, dem Program Manager für EDN und David Busser (Director of Corporate & Business Development) zu treffen und unser Produkt und unsere Vision vorzustellen. Es ging ebenso darum die Gemeinsamkeiten der Programme hervorzuheben.

Die beiden Programme GDN und EDN kombiniert ergeben ein mächtiges Werkzeug um Fachapplikationen zu entwickeln, welche die volle Leistung und alle Features von GEONIS und ArcGIS ansprechen und verwenden können. Der Wert unseres Produktes wurde von ESRI erkannt und wir waren in der Lage das Interesse der EDN-Verantwortlichen zu wecken.

Das einstündige Gespräch konnten wir intensiv nutzen um unsere Platform zu erklären und im Vergleich zu EDN zu positionieren.

Sonntag - Enterprise Integration ist für uns ein immer wichtigeres Thema. Am Sonntag konnten wir mit Fachleuten von ESRI darüber sprechen. Wie geht ESRI solche Projekte an? Welche Vorgehensweise wird empfohlen und wie sieht das in der Praxis aus? Gehen unsere eigenen Erfahrungen und Ideen in diesem Bereich in die gleiche Richtung?

Andrew Hendrickson und David Busser von ESRI Inc. diskutierten dies mit uns und zeigten, wie ESRI das Thema angeht. Leider hat auch ESRI kein “Cookbook” oder fixfertige Lösung, da die Anforderungen in jedem Projekt immer wieder unterschiedlich sind. Da wir nur eine Stunde Zeit hatten, konnten wir leider nur kurz Strategien zur Umsetzung von ArcGIS Technologien im Enterprise Umfeld diskutieren. Während dieser Diskussion wurde auch klar, dass man für ein performantes Enterprise-GeoDB System das alt bewährte System des “data warehousing” ins Auge fassen muss, vor allem wenn man mit “near realtime” Synchronisation arbeiten will.

Am Ende dieser kurzen Stunde wurde klar, dass wir uns als GEOCOM  in die richtige Richtung bewegen. Auch konnten wir wichtige Kontakte knüpfen, auf welche wir in Zukunft zurückgreifen können.

Samstag - Nach dem Temperaturschock mit einer Differenz von ca. 30°C war es unbedingt nötig, dass wir uns etwas an das Klima in Kalifornien gewöhnen konnten. Somit beschlossen wir nach dem “reichhaltigen und gesunden” amerikanischen Frühstück aufs Ganze zu gehen und “schickten uns in die Wüste”. Der Anza Borrego Desert State Park ist ein Paradies für 4×4 Offroad-Vehikel. Mit unserem Chrysler Minivan (natürlich kein 4×4) wurde die Fahrt über die Sand- und Steinpiste zum Abenteuer. Neben den spezialisierten, hochgesetzen Wüstenjeeps der Profis kamen wir uns natürlich wie Greenhorns vor. Am Ende der “Strasse” setzen wir das Fahrzeug tief in den Wüstensand und beschlossen, zu Fuss weiterzugehen.

Der mehrstündige Aufstieg auf einen nahen Gipfel wurde mit perfekter Fernsicht und einer grünen Wüste belohnt. Unter Wüste versteht man üblicherweise keine grünen Wiesen aber aufgrund der Regenfälle in den letzten Wochen war die Gegend in voller Blüte – Kakteen, Gräser und sonstige merkwürdige Pflanzen haben die günstige Gelegenheit zu blühen erkannt und genutzt.

Den Tag beendeten wir mit einem Essen in einem asiatischen Restaurant sowie, zurück in Palm Springs, mit einem Besuch des famosen Village Pub. Wir fühlten uns nun so richtig “in Amerika angekommen” und gut gerüstet für die nächsten Tage. Am Sonntag standen die ersten Gespräche und Meetings an sowie die Plenary Session der Business Partner Konferenz. Im Hotel und auch sonst in der Stadt traf man nun bereits überall bekannte Gesichter oder auch unbekannte ESRI-Konferenz-Besucher. Es wird spannend.

Samstag - Am Vorabend der Konferenz findet immer eine Begrüssungsrunde im lockereren Rahmen statt, der sogenannte Welcome Social, bei welchem ein paar Snacks und ein Häppchen gereicht werden. GEOCOM konnte gleichzeitig an einer kleinen Veranstaltung teilnehmen, welche für die Partner der Kategorie „Gold“ gemacht wurden. Dabei konnten wir u. a. die für das neue Partner Program  EPN (ESRI Partner Network) verantwortlichen Manager kennen lernen und bestehende, bewährte Kontakte auffrischen.

Freitag - Die Reise ab Zürich nach Palm Springs hat spannend angefangen – der Flug war bereits in Zürich über 2 Stunden verspätet. Es gab also reichlich Gelegenheit die bevorstehende Woche nochmal zu besprechen und sich vorzubereiten.  Der Flug selbst war “smooth” und unaufgeregt. Nach dem üblichen langwierige “Immigration”-Vorgängen konnten wir endlich mit dem Mietauto die Fahrt von Los Angeles nach Palm Springs unter die Räder nehmen – unfreiwilliges Sight-Seeing auf den Highways in Hollywood inklusive (menschliche Navigationsgeräte sind mitunter etwas langsam, besonders nach einem 12-Stunden-Flug).

Das erste Business-Dinner fand dann auch dem Highway-Leben entsprechend in einem In-and-Out-Burger-Laden am Rand der Autobahn statt. Mit dem Eintreffen im Hotel Renaissance in Palm Springs und einem Schlummertrunk in der Hotelbar hatten wir es dann geschafft und waren angekommen. Der nächste Tag sollte vor allem der Erholung und moralischen (oder auch strategischen) Vorbereitung dienen, denn die kommenden Tage werden noch genug anstrengend sein.

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